Tweed, Blumenprint und 2 Bräute: Chanel Couture Spring 2013

Nach den Berliner Modewochen und den Männerschauen in London, Mailand und Paris, dreht es sich nun um die Couture Schauen der großen Designernamen. Opulente Roben und aufwendige Kleider erinnern mich immer an Märchen mit Prinzessinnen und sind daher für mich immer eine Augenweide.

Zuallererst befasse ich mich mit der Chanel Spring 2013 Couture Kollektion, die ganz im Zeichen von Chanel daher kommt: typischer Tweed trifft auf festen Baumwollstoff und Seide. Großen Wert wurde in der Kollektion auf die Arm- und Schulterpartie gelegt. Auf Jacken oder Kleidern sind Stoffbahnen angebracht und diese betonen stark die Schulterpartie, die oftmals frei zu sehen ist oder mit Bolero ähnlichen Jacken oder Capes verdeckt wurde . Zu sehen sind außerdem Federn und Tüll. Anscheinend dreht sich bei Karl Lagerfeld im Frühling alles um Blumen. In verschiedener Print-Form kommen diese auf Kleidern, Pullover und auf Marlene-Hosen zum Einsatz. In sehr gedeckten Farben wie zartes Rosé, Flieder, ausgewaschenes Weiß und tiefes Blau, sowie in Schwarz kommt die Kollektion daher.

Besonderes Augenmerk wird auf die Heels gelegt, welche wie eine Strumpfhose unter den Kleidern & Co. herausschauen. Es scheint so als würden sie aus besticktem Stoff bestehen und sich wie eine Hose anziehen lassen. Lediglich der Absatz und die Spitze des Schuhs (wenn sie nicht offen sind) besteht aus Leder.

Highlight waren die 2 Bräute am Ende des Runways, welches die klare Meinung Karl Lagerfelds zur Homo-Ehe zeigt. Bravo!

 

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John Galliano: Knast statt Couture?

Nach vielen Monaten hin und her wird heute in Paris das Urteil in dem Prozess über Designer John Galliano gefällt. Doch der britische Modeschöpfter wird nicht vor Ort sein. Von vorne: im Februar wird John Galliano eines Abends verhaftet. Grund dafür sollen antisemitische Äußerungen gegenüber anderen Gästen des Cafés La Perle gewesen sein. Gleich am nächsten Tag, als die News die Presse erreichen, suspendiert Dior seinen Chefdesigner. Kurz darauf folgte ein Video das den Designer betrunken zeigt, er lallt etwas über Hitler. Grund genug für LVMH John Galliano zu feuern, er verliert seinen Posten bei Dior. Auch die kreative Leitung bei seiner eigenen Marke wird ihm entzogen, immerhin liegen die Rechte auch bei der LVMH Gruppe. Auch wenn heute das Urteil gesprochen wird, Galliano soll Angst vor dem Medienansturm haben und bleibt dem Gericht fern. Experten gehen davon aus, dass der Designer bis zu 6 Monate ins Gefängnis gehen könnte, eine hohe Geldstrafe kommt hinzu. Wir warten gespannt auf die Neuigkeiten aus Paris…

Image: VIA

 

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