Saint Laurent Haute Couture by Hedi Slimane?

Eine Saint Laurent Haute Couture Linie? Als ich mich durch die Modeseiten klickte, musste ich zweimal schauen als ich das Gerücht las. Das Modehaus hat sich mit dem relativ neuen Creative Director Hedi Slimane in der letzen Saison stark weiterentwickelt. Er veränderte nicht nur den Namen des Hauses, sondern verewigte seine Design-Handschrift in den Kollektionen und lies damit anfangs mein Herz höher schlagen, polarisierte jedoch mit den weiteren so stark, dass sich sogar die großen Modekritiker um Saint Laurent nicht mehr einig waren. Zwei Meinungstypen bildeten sich.
Die einen lieben den derzeitigen Stil von Saint Laurent, wie zum Bespiel Piere Bergé, Unternehmer und ehemaliger Lebensgefährte von Yves Saint Laurent. Andere können nicht glauben, was sie auf dem Runway gesehen haben. Cathy Horyn, welche die Modekritiken in der New York Times verfasst, ist eine von diesen, die den Stil Slimanes bei Saint Laurent alles andere als bejubeln und so wurde es trotz der unglaublichen Presse eher stiller um den Kreativ-Direktor. In der amerkanischen September Issue der Vogue öffnete sich Slimane nun erstmals und berichtete mehr oder minder von den Zukunftsplänen von Saint Laurent.

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Haute Couture Saturday: Spring 2013

Was gibt es schöneres an einem Samstag als noch einmal die Haute-Couture-Modeschauen der vergangenen Tage in Paris Revue passieren zu lassen?

Seit Montag konnten wir die Schauen von Chanel, Christian Dior und Valentino vor dem Computer mitverfolgen und müssen sagen, manche der Designer haben sich einmal wieder selbst übertroffen. Über Chanel und Elie Saab, zwei meiner Favoriten, hatte ich euch diese Woche schon berichtet. Heute, an einem lazy Saturday, möchte ich euch den Rest der Kollektionen und die Keypieces der Designer (mein persönlicher Eindruck) aufzeigen, die mir am meisten aufgefallen sind.

Maison Martin Margiela kommt wie gewohnt sehr anonym, mit einem verdecktem Gesicht daher. Dieses Mal benutze man aber nicht eine Maske, besetzt mit gefühlten 1 Million Edelsteinen, sondern Tücher und Hüte. Sonst ein großer Fan von Margiela, haut mich die Haut Couture Sping 2013 Kollektion nicht wirklich um. Auch frage ich mich, was daran hohe Schneiderkunst sein soll. Wir sehen viel bedruckte Seide mit Prints, einen Muster-Mix aus Blumen und grafischen Mustern, sowie die typischen angestrichenen Heels, die wir schon als Chelsea Boot in der H&M x Maison Martin Margiela Kollaboration bewundern durften.

Schauen wir uns Valentino Couture an, sehen wir einen Mix aus Barock-Elementen wie Brokat, sowie sehr moderne, klare Linien. Sehr viel Seide in ausgewaschenen Farben, aber auch leuchtenden Tönen wie ein sattes Rot (typisch für Valentino) oder ein sehr reines Weiß wurden verwendet. Auch hier zu erkennen sind Blumen-Muster, verarbeitet als Stickerei oder als Spitzeneinschübe. Besonders gut gefällt mir das rote Cape-Kleid und das durchsichtige Cape mit schwarzen, geschwungenen Linien.

Speaking of Blumen und Edelsteinen – nicht zu vergessen ist die Christian Dior Haute Couture Show, unter der Hand von Raf Simons, der vor der Rückkehr von Jil Sander bei ihrem gleichnamigen Label die Rolle des Creative Directors übernahm. Nun verzaubert er uns bei Christian Dior in einem Zaubergarten und zeigt seine Kreationen für den Frühling. Auch hier ist das Thema Blumen.

Wir erkennen einfache, aber raffinierte Schnitte, aufgestickte Edelsteine auf Kleider, Hosenanzüge und Corsagen in gedeckten Farben wie zum Beispiel Creme und Flieder. Auch ein leuchtendes Rot oder ein Senfgelb blickt uns vom Laufsteg an. Geradlinige Westen treffen auf blumenbestickte Corsagen und Bundfaltenhosen. Schulterfreie Kleider sind im Frühling laut Simons halb transparent und ebenso mit Blumen bestickt.

So ganz bekommt Raf Simons den Jil-Sander-Touch nicht heraus. Das rote Kleid, sowie auch der Schnitt der Westen und die farblich abgesetzten Kleider, erinnern mich sehr an das Label, bei dem er zuvor gearbeitet hatte. Highlight waren die mit Edelsteinen besetzten Lippen der Models.

 

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Eleganz auf hohem Niveau: Elie Saab Couture Spring 2013

Die Couture Schauen sind im vollem Gange und wie schon vermutet, sieht man viel Tüll und große Roben. Eins darf jedoch nicht vergessen werden: Spitze und Bestickungen sind ein Muss für eine Kollektion, bei dem ein Kleid auch mal schlappe 20.000 Euro kosten kann und dies ist nicht einmal Höchstpreis.

Elie Saab gehört immer zu einen meiner Favoriten. Das Label strahlt für mich pure Eleganz und Sinnlichkeit aus. Auch diesmal werde ich nicht enttäuscht, nachdem ich mir die Show näher angeschaut habe.

Die Kollektion ist ziemlich weitreichend mit 49 Stücken. Eine klare Linie wurde der Show gegeben, indem man die Kollektion in Farben unterteilte. Creme, ein zartes Blau, Beige über Flieder bis hin zu einem kräftigem Rot und auch die typischen Nicht-Farben Schwarz und Weiß wurden in der Kollektion verwendet.

Wir sehen Kleider, die meist sehr hochgeschlossen sind, meist auch mit einem Rundkragen, welche dem Körper des Models eine wunderschöne Silhouette verleihen. Für Couture-Liebhaberinnen, die nicht gern Arm tragen, sind auch Roben kreiert worden, die einen langen Ärmel besitzen und dadurch noch eleganter erscheinen.

Besonderen Wert wurde bei der Elie Saab Couture Spring 2013 auch auf Blumen gelegt. Diese wurden in 3D Form an Kleider gestickt oder sind als leichter, farbiger Print zu Brokat eingsetzt worden. Auch sehr aufwendige Spitze, sowie angebrachte Edelsteine lassen die Kollektion extrem hochwertig verarbeitet wirken.

Leider muss ich aber sagen, so ganz haut sie mich nicht vom Hocker. Zwar ist sie eine Haute Couture Kollektion zum vorzeigen und hat Applaus verdient, jedoch finde ich nichts Neues in der Kollektion. Marchesa hat die Messlatte für Spitze bei mir einfach zu hoch gesetzt und ich finde, da kommt Elie Saab auch dieses mal leider nicht ran. Ebenso vom Schnitt und von den Farben her, wurde eher auf die Klassiker gesetzt.

Lediglich das Cape (rotes Kleid) gibt mir das Gefühl, etwas Neues zu sehen, jedoch erinnert es mich zu sehr an Gwyneth Paltrow in Tom Ford bei den 84. Oscars, im letztem Jahr – sie sah fabelhaft aus.

 

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Unisex Couture by Rad Hourani

Haute Couture, die höchste Kunst des Schneiders, war bislang ein Privileg, das nur Frauen vorbehalten wurde. Im letzten Jahr schuf Jean Paul Gaultier eine Couture-Kollektion nur für den Mann, dies war bislang jedoch eine einmalige Sache, nun, 2012, gab Rad Hourani sein Debüt als Couturier und entwarf eine Kollektion, die sowohl von Frauen, als auch Männern getragen werden kann. Die erste Unisex Haute Couture Entwürfe, die es bislang in der Geschichte gab.

Als Inspiration für seine erste Couture Kollektion, diente Rad die futuristische Architektur. Genau wie die Bauwerke kein Geschlecht besitzen, sollte dies auch Kollektion seine Kollektion nicht. Er kreierte Kleidungsstücke die düster und modern sind, geradlinig aber mit feinen Details. Aus weichem Leder und feinster Wolle besteht seine 22 Teilige Unisex-Kollektion, die er vor wenigen Wochen der Öffentlichkeit präsentierte.

Vielleicht ist es auch gerade das, was die Couture-Welt gebraucht hat. Bereits oft wurde von dem Tod dieser Kunst gesprochen, doch wenige Modehäuser Glauben noch an die Tradition und pflegen ihre Couture-Linie weiterhin. Mit seinen Entwürfen könnten Designer wie Rad Hourani oder auch Iris van Herpen der Couture ein neues Gesicht geben. Wir sind zumindest von den Entwürfen begeistert und wünschen uns noch viele Couture-Kollektionen von Mister Hourani.

Mehr vom Defilee hier…

 

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Lesetipp: Der Wandel der Pret-A-Porter Mode

Früher, so wie auch heute, ist Haute Couture die höchste Schneiderkunst die es in gibt. In mühevoller Handarbeit fertigen Schneiderinnen, in den Ateliers der Couture-Häuser, die aufwändigen Blusen, Röcke und Kleider – Jedes Stück ist ein Unikat und wird speziell auf die Wünsche der Kundin angepasst. Die Nachfrage an der so aufwändigen Schneiderkunst den letzten Jahrzehnten stark nachgelassen, der Grund liegt an dem unbezahlbaren Preis für eine Robe.

Pret-A-Porter ist eigentlich für den Alltag gedacht und wesentlich günstiger als ein Stück aus der Haute Couture-Linie des Hauses, früher zumindest, denn auch die Ready-To-Wear Kollektionen erreichen mittlerweile Preise bis zu 20.000 Euro. Nicht nur Trends, Schnitte und Silhouetten in der Modewelt befinden sich permanent im Wandel, sondern auch die Preispolitik bei den großen Modehäusern. Konnte man früher für unter 1.000 Dollar eine Handtasche von Balenciaga kaufen, kostet diese heute bereits über 1.500 Dollar. Ein Kleid von Michael Kors kostete 2002 zum Beispiel um die 4.000 Dollar, heute 12.000 – dies ist ein Preisanstieg von über 200 %. Die Frage die nun im Raum steht – Ist dieser Preis gerechtfertigt?

Nicole Phelps von Style.com widmete sich diesem Thema. Mehr dazu hier

Bild: Style.com

 

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Daytime Couture

Bei Haute Couture geht es um jedes kleine Detail. Monatelang sitzen Schneiderinnen auf der ganzen Welt an den Unikaten der großen Modehäuser und fertigen in feinster Handarbeit die kostbarsten Roben. Jedes Stück gibt es nur einmal und wird genau auf die Wünsche der Kundin angepasst, ein weiterer Grund warum Couture so teuer ist. Von den Kundinnen gibt es nur noch wenig auf der Welt, denn ein Kleid für mehr als 100.000€ können und wollen sich nicht viele leisten. In den letzten Jahren verringerten sich die offiziellen Couture-Häuser immer mehr, in Paris ist jedoch ein Aufschwung zu merken. Mit Giambabtista Valli und Iris van Herpen gibt es zwei neue im Kreis der großen Couture-Designer.

Früher war Couture opulent und exzentrisch. Ein perfektes Beispiel dafür sind die ausgefallenen Roben von John Galliano für Christian Dior oder Riccardo Tisci für Givenchy, nun geht der Trend eher zu tragbarer Couture über.

Das französische Modehaus Chanel gehört zu den wenigen Unternehmen, dass mit seiner Couture-Linie Geld verdient. Bei einem Blick auf den Laufsteg wird einem dies auch klar, denn die Entwürfe von Karl sind mit ein paar kleinen Änderungen perfekt für den Alltag einer Couture-Kundin. Auch Raf Simons präsentierte in seiner ersten Kollektion Daytime Couture, er wollte mit seiner Kollektion das andere Gesicht von Haute Couture zeigen und griff daher auf fast nicht sichtbare Handarbeiten zurück.

Bilder via Style.com

 

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Livestream: Dior Haute Couture

Beim französischen Modehaus Christian Dior stehen so einige Neuerungen bevor. Die größte und vielleicht wichtigste Veränderung ist natürlich der Wechsel zu Raf Simons als kreativen Leiter der Marke. In der kommenden Woche wird der Belgier, der zuvor bei Jil Sander tätig war, seine erste Kollektion präsentieren. Damit kommen wir auch gleich zum zweiten neuen Punkt: Raf Simons macht das erste Mal Haute Couture. Weder bei seiner eigenen Marke, noch bei Jil Sander hatte er Erfahrung mit Couture sammeln können.

Als Körnung gibt es noch eine dritte Neuigkeit von Dior: Das erste Mal wird die Couture Schau, die sonst nur einem ausgewählten Publikum präsentiert wird, über einen Livestream im Internet zu sehen sein. Verpasst also nicht gleich drei „erste Male“! Hier geht es Montag um 14:30 Uhr los.

 

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