Nachdem Hedi Slimane im Oktober letzten Jahres seine Debut Kollektion für die Marke Saint Laurent zeigte, waren wir sicher, dass das Modeunternehmen die richtige Entscheidung getroffen hatte, ihn als Creative Director auszuwählen. Auf unzählige Titelblätter sah man die Kollektion, unzählige Stars trugen sie auf dem roten Teppich und unzählige Lobpreisungen wurden darüber verfasst – Slimane hat der Marke nicht nur mit dem neuen Namen neues Leben eingehaucht.
Nach der Männermodenschau, ließ die Begeisterung für das Label doch ein wenig nach. Immer wieder die selben Elemente wie die sogenannten Skinny-Skinny Jeans, Lederjacken und Mustermixe, ließen uns an den britischen Grunge-Stil vergangener Tage denken und damit an den Look von Pete Doherty, Frontsänger der Babyshambles. Nachdem die Frauenkollektion in diesem Frühjahr über den Runway lief, spalteten sich die Meinungen, ließen große Kritiker mehr als enttäuscht von dem sein, was aussah, als würde es Courtney Love wie auf den Leib geschneidert worden sein. An Saint Laurent erinnerte das Gezeigte wenig. Meiner Meinung nach wurde der Stil, der Anfangs leichte grunge Züge hatte, zu sehr übertrieben und ließen die Models eher ungepflegt wirken, statt nach Understatement aussehen. Die Kleidung erinnerte eher nach Second-Hand, als nach Designerware. Thema verfehlt, Hedi.
Um noch einen drauf zu setzen, entschied man sich für die Männerkampagne Marilyn Manson als Aushängeschild von Saint Laurent zu zeigen. Marilyn gibt dem Unternehmen noch einmal eine extra Portion Rock und lässt sie weiter in die düstere Schiene rutschen. Nicola Formichetti, creative Director der Marke Mugler, veröffentlichte auf seinen Tumblr das Bild, was uns heute die Frage stellt: Provokant gut, oder total unpassend?
Eines ist sicher, Aufmerksamkeit bekommt man so alle Mal.
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