70er Jahre Flair mit Techno Einflüssen: 3.1 Phillip Lim Fall/Winter 2013

Philip Lim ist schwierig in eine Schublade zu stecken, da er nicht, wie manch anderer Designer, eine Linie in einer Kollektion vorweist, sondern mehr einen Spiegel seiner Kreativität und Inspiration in seinem Design einfließen lässt. Sprich: er hat so viele Kollektionen in einer vereint, dass es fast unmöglich macht, in einem Text über diese zu berichten.

Gut, ich versuche es einmal…
Ich fange bei meinen Recherchen meist an, mir einen Überblick über die Kollektion zu verschaffen. Der nächste Schritt wäre, mir dazu das Video anzusehen. Der darauf folgende Schritt ist die Zusammenfassung eines Oberthemas.

Probieren wir es einmal mit einer kleinen Charakterisierung.
Es ist das gefühlte Jahr 1970, Bikerjacken und Haartollen dominieren die Jugendkultur, selbstverständlich, überwiegend in Schwarz. Die Veteranen kommen aus Vietnam zurück und halten im Arm zusammengeflickte Klamotten. Was wir noch nicht wissen: Wir befinden uns in einer Art Paralleluniversum, wo Techno Einflüsse in den 70er Jahren eine große Rolle gespielt haben.

Lim ist exzellent was Materialmix angeht.  Es gestaltet sich schwierig, meiner Meinung nach, schwarzen matten Jersey mit schwarz glänzendem Leder zu kombinieren, sodass es stimmig wirkt. Zopfpullis, die keine sind sondern nur Prägungen auf Leder, sowie Army-Jacken im obligatorischem Grün mit Streifenpatchwork sind in der Kollektion zu sehen. Ebenso bestehen auch die Hosen aus dem streifenartigen Patchwork. Auf jeden Fall einen Blick wert, ist die zu sehende Hose mit Kuhfell-Print, die wir schon in der Givenchy Pre-Fall 2013 Kollektion sichten konnten (TREND ALERT).

Ich würde eine Art back to Normal-Life-Philosophie aus der Kollektion erkennen.
Krisenzeiten fördern die Kreativität der Generation. Philip Lim scheint sich damit auseinandergesetzt zu haben und spricht eine sehr gebildete Schicht an, die den Subtext erkennen und schätzen.

 

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Das Beste kommt zum Schluss: Dawid Tomaszewski Fall/Winter 2013

Schon vorab veröffentlichte Dawid Tomaszewski ein Bild welches erahnen ließ, wie die Kollektion aussehen würde, die uns erwartet. Es war das Bild von einem schwarzen, langen Kleid mit gehäkelter Front im Vogue Salon. Dawid Tomaszewski ist bekannt für seine atemberaubenden Kleider, welche auch bei Promis sehr beliebt sind. Seine nudefarbenden Tops und Hosen mit Kristrallbesatz waren nach der Show in etlichen Editorials zu sehen und machten ihn auf einen Schlag in der Modewelt bekannt.

Das Licht geht aus, sehr düstere Musik erklingt und das Licht wird auf ein Model gerichtet. Sie trägt einen Schwarzen Glanzledermantel mit breitem bronzefarbenen Gürtel und eine weiße Strumpfhose mit Lackeinsätzen. Dieser Look zieht sich durch die gesamte Kollektion. Tomaszewski verwendet ausschließlich schwarze Materialien welche nur durch bronzefarbene Details, mal als Gürtel, mal als sargförmiger Einsatz im Rückenbereich, ergänzt werden. Wir sehen bodenlange, fließende Seidenkleider mit langen Fransenketten und gerafftem Rückteil. Absoluter Hingucker sind die überlangen Handschuhe aus gestanztem Leder welche wahlweise zum knielangem, schmalen Kleid oder zur Jacke im Cape-Stil kombiniert wurden. Untragbar, aber ein Highlight ist ein Lackledermantel mit Bindegürtel zur locker geschnittenen Hose.

Die für ihn typischen Federn wurden diesmal opulent in Blütenform über der Brust drapiert und auch wenn wir uns gefragt haben, ob das Model darunter noch atmen konnte, war es doch ein imposanter Look.

Dawid Tomaszewski hat es mal wieder geschafft unseren Atem stocken zu lassen.

 

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Meister der offenen Säume: Vladimir Karaleev Fall Winter 2013

Dass die Vladimir Karaleev Show beliebt ist, zeigt sich daran, dass sie so hoffnungslos überfüllt war, dass gefühlt die Hälfte der anwesenden Gäste stehen musste. Soweit wir wissen, mussten vorab sogar Gäste ausgeladen werden, da zu viele zugesagt hatten.

Seiner Linie bleibt Karaleev auch dieses Mal treu. Fließende Schnitte, offene Säume und mehrlagige Stoffe. Die Materialien weiche Baumwolle, Seide, Chiffon zu glänzenden Lackmaterialien in verschiedenen Blautönen, Schwarz, Grau, Cremeweiß und Waldgrün. Im Hintergrund läuft Oldschool Hip Hop und die Models tragen lange, toupierte Zöpfe. It-Pieces der Show waren beispielsweise die Bomberjacke aus Lackstoff mit Angoraärmeln oder auch ein gerade geschnittenes, karamellbraunes Kleid mit hellem Chiffonunterkleid. Auch das lange, weiße Maxikleid und die verschiedenen Oversized-Mäntel mit gelayerten Stoffen waren sehenswert.

Die Hosen waren sowohl bei Männer- und Frauenmodels locker geschnitten, oft mit Bundfalte. Figurbetonte Teile sucht man bei seiner Show hingegen vergebens, findet dafür aber viele Stücke die auch Unisex getragen werden können.

 

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Eine Kollektion mit Aussicht auf Erfolg: Issever Bahri Fall/Winter 2013

Je mehr ich die Bilder noch einmal durchschaue, desto mehr verliebe ich mich mal wieder unsterblich in das Berliner Label Issever Bahri, welches gerade mal vor knapp 3 Jahren von Derya Issever und Cimen Bachri gegründet worden ist. Innovatives, konzeptionelles und experimentelles Design auf hochwertigen und langlebigen Materialien, produziert in ihren Heimatländern Türkei und Griechenland, dafür steht das Design der beiden Damen.

Die Farben der Herbst/Winterkollektion beschränken sich auf Schwarz, Weiß, Mattgold, Nude und Grau. Fast alle Models tragen weiße Rollkragenpullover, blickdichte weiße Strumpfhosen zu schwarzen Plateau-Sandalen und dazu die Haare im Sleeklook mit Seitenscheitel und Gel. Das typische Karomuster findet sich diesmal in einer gehäkelten Variante auf Hosen, Oberteilen und Maxiröcken. Eine Mischung aus Oversized-Stücken wie Mänteln und Strickpullovern bildet den Gegensatz zu langen, schmalen Silhouetten wie der Kombination aus weit geschnittener Stoffhose und überlangem Blazer mit tiefem Ausschnitt oder Maxikleid mit Lederjacke.

Eines der liebsten Details sind die leicht ausgestellten Rocksäume die beim Laufen mädchenhaft mitschwingen. Meiner Meinung nach könnte die gesamte Kollektion, die Femininität und absolute Coolness gleichermaßen vereint, durchaus auch auf einem New Yorker Laufsteg zu sehen sein.

Ich prophezeie Issever Bahri hiermit eine glorreiche Zukunft und hoffe auch weiterhin auf einen netten Geldgeber der mir die gesamte Kollektion kauft.

 

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Rena Lange Fall Winter 2013

Ausgefallenes Patchwork Design auf Kleidern, Mänteln und Hosenanzügen, dazu Colorblock-Kleider aus Leder oder Seide. Die Rena Lange Kollektion im Herbst/Winter ist Retro-Stil der 60er gehalten, kombiniert feminine Silhouetten mit boyisher Attitüde. Die grafischen Prints treffen auf Schachbrettmuster oder auch Batiklook auf einem schwingendem Chiffonkleid. Die Farben sind eine bunte Mischung aus Orange- und Lilatönen, Beige, Schwarz und Weiß. Schönes Detail sind die kleinen Schleifen am Kragen. Liebste Looks sind das lange schwarze Strickkleid mit tiefem Ausschnitt und schmaler Patchwork-Rock mit zweifarbiger Bluse und Ankle Boots.

Eines der Highlight der Show war direkt unter den Models zu finden, denn es lief Antonia Wesseloh die gefeierte Newcomerin lief mit gerade mal 16 Jahren bereits alle großen Shows von Louis Vuitton bis Chanel und war das Gesicht der Herbst/Winter Kampagne 2011/2012 von Prada.

 

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Perfektion bis ins kleinste Detail: Schumacher Fall/Winter 2013

Bereits seit 1989 entwirft Dorothee Schumacher für ihr gleichnamiges Modelabel, welches für Leichtigkeit und kosmopolitische Kreativität steht. Die diesjährige Schumacher Show auf der Berliner Fashion Week zeigte eine bunte Mischung aus verschiedenen Trends.

Die typischen Schumacher Farben Khaki und Senfgeld durften neben der Trendfarbe Oxblood, Lila, tiefdunkles Blau, Reinweiß und Schwarz natürlich nicht fehlen. Eine gerade Linie lässt sich bei der Kollektion nicht finden, eher viele Stücke, die man auf unterschiedlichste Weise kombinieren kann. Schmal geschnittene Hosen mit mattem Glanz, kombiniert zu teildurchsichtigen Blusen. Oversized Jacken im Stil der 60er Jahre oder leichten Chiffon-Tops mit weitem Schößchen.

Eine schöne Idee sind auch die Pelzkappen im Reiterstil zu Allover Musterlook oder im Colorblock-Stil zu Weiß, Schwarz und orangefarbener Minibag. Auch die überlangen Lederhandschuhe die bis zur Armbeuge gehen, dürften durchaus in Lieses Kleiderschrank wandern und sind ebenfalls gut kombinierbar zu den Jacken im Cape-Stil. Die Idee diese zu glänzenden Langarmshirts zu kombinieren fanden wir allerdings auch hervorragend.

Sonst noch auffällig: viel Pelz, egal ob als Jacke oder Stola mit riesiger Brosche.

 

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Malaikaraiss Fall/Winter 2013/14

Malaika Raiss ist zum festen Bestandteil der Berliner Mercedes-Benz Fashion Week geworden. Nicht nur, weil Malaika eine unfassbar süße Person ist, sondern weil sie auch zu Lieses Favoriten gehört. Ihr Stil ist feminin elegant und voller zeitloser Lieblingsteile die eigentlich jeder Frau gut stehen. Auch dieses Mal hat sie uns nicht enttäuscht.

Seidenkleider zaubern lange Silhouetten, warme Fake Fur Mäntel halten schön warm und auch der typische Pullover mit Swarovskikristallen, diesmal in Weiß mit asymmetrischem schwarzen Einsatz, fehlte nicht. Favorit war ein knallorangefarbenes Seidenkleid mit schmalen Trägern und weitem Saum. Neben Schwarz und Weiß, waren abstrakte bunte Muster zu sehen, knalliges Orange, Waldgrün und Mauve. Die Stoffe, typisch Malaika Raiss, viel Seide, Wolle, Samt und Fake Fur.


Besonders gut gefielen uns auch die leichten Peplum-Stücke und die weite, weiße Hose in Kombination mit halbtransparentem Strickpullover. Die Models trugen die Haare im Sleeklook mit einzelnen ins Gesicht gekämmten Strähnen und leichtes Make Up mit weiß umrahmten Augen. Untragbar für den Alltag, aber toll für den Laufsteg und Fotostrecken.

 

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