OMG! H&M Runway Show in Paris Fall 2013

Ich bin heute morgen gleich halb vom Stuhl gefallen als ich die Nachricht gelesen habe. Der Modekonzern H&M wird zum Herbst 2013 eine Runway Show von 25 Teilen auf die Beine stellen. Designern der Kollektion ist Ann-Sofie Johansson. Der Termin wird der 27. Februar sein (Bitte jetzt in den Kalender eintragen)!

Wo die Kollektion gezeigt wird, steht ebenfalls fest: das Musée Rodin. Ein wunderschönes Museum wird die Kulisse der eigentlich doch so preiswerten Kleidungsstücke sein. Auch Häuser wie Yves Saint Laurent (letzte Kollektion mit Stefano Pilati) und Christian Dior haben schon in dieser Location gezeigt.

“We felt excited about the collection and we really wanted to show it”, so Pressesprecher Håcan Andersson zum WWD.

Wir sind gespannt, was für Stücke H&M schon bald präsentieren wird. Wird es die Kollektion von & other Stories sein? Ein Mix aus allen Hausmarken Cos, Weekday und H&M? Alles was bleibt ist Rätselraten und Vorfreude. Es ist übrigens nicht das 1. Mal, dass der Konzern eine Fashion Show präsentiert. Schon 2005 konnte man die damalige Kollektion in New York bewundern.

Das H&M 2013 die Marke stärken möchte, ist nicht mehr zu verkennen. Nicht nur, dass die Luxusmarke “& other Stories” im Februar erscheinen wird, auch, dass wir unsere alten Klamotten bald bei H&M abgeben können und dafür als Dankeschön einen Gutschein für den nächsten Einkauf bekommen, soll das Image stärken und von vergangenen Lastern befreien.

Auch Testimonials wie Lana Del Rey oder nun auch Vanessa Paradis für die Conscious Collection zeigen, dass H&M dem Image einen neuen Anstrich verleihen möchte.

Wir halten euch auf dem Laufenden!

Bild: H&M

 

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Tweed, Blumenprint und 2 Bräute: Chanel Couture Spring 2013

Nach den Berliner Modewochen und den Männerschauen in London, Mailand und Paris, dreht es sich nun um die Couture Schauen der großen Designernamen. Opulente Roben und aufwendige Kleider erinnern mich immer an Märchen mit Prinzessinnen und sind daher für mich immer eine Augenweide.

Zuallererst befasse ich mich mit der Chanel Spring 2013 Couture Kollektion, die ganz im Zeichen von Chanel daher kommt: typischer Tweed trifft auf festen Baumwollstoff und Seide. Großen Wert wurde in der Kollektion auf die Arm- und Schulterpartie gelegt. Auf Jacken oder Kleidern sind Stoffbahnen angebracht und diese betonen stark die Schulterpartie, die oftmals frei zu sehen ist oder mit Bolero ähnlichen Jacken oder Capes verdeckt wurde . Zu sehen sind außerdem Federn und Tüll. Anscheinend dreht sich bei Karl Lagerfeld im Frühling alles um Blumen. In verschiedener Print-Form kommen diese auf Kleidern, Pullover und auf Marlene-Hosen zum Einsatz. In sehr gedeckten Farben wie zartes Rosé, Flieder, ausgewaschenes Weiß und tiefes Blau, sowie in Schwarz kommt die Kollektion daher.

Besonderes Augenmerk wird auf die Heels gelegt, welche wie eine Strumpfhose unter den Kleidern & Co. herausschauen. Es scheint so als würden sie aus besticktem Stoff bestehen und sich wie eine Hose anziehen lassen. Lediglich der Absatz und die Spitze des Schuhs (wenn sie nicht offen sind) besteht aus Leder.

Highlight waren die 2 Bräute am Ende des Runways, welches die klare Meinung Karl Lagerfelds zur Homo-Ehe zeigt. Bravo!

 

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Die Pete Doherty Kollektion: Saint Laurent Fall/Winter 2013

Hedi Slimane ist wohl der einflussreichste Modedesigner in den letzten 10 Jahren – Stilikone, Popikone, Fotograf, einfach ein Tausendsasser.

Mit seiner Mixtur aus Upper Class Indie und dem permanent musikalischem Subtext in seinen Entwürfen, seiner Festival-Atmosphäre in allen Schnitten und seinem Markenzeichen der Skinny-Skinny Jeans, gibt der Herr seiner Kollektion immer eine Linie, die es uns möglich macht, seine Kollektion schon bei einem kurzem Hinblick zu erkennen. Wir Männer verdanken Hedi die Befreiung der Klischee-Figur des “nicht-allzu-männlichen-Mannes”, hin zu der “Ästhetisierung” des schlaksigen Frontmanns, der in einer Britischen Pop Band spielt.

Wie bei Dior, geht es nahtlos bei Saint Laurent (vorher Yves Saint Laurent) weiter. Wir sehen geniale Schnitte von Anzügen, lässig elegante oversized Schals, bestickte Bolerojacken im Tuxedo-Stil. Ein Augenschmaus für jeden, der wohl den unkomplizierten Look mag. Und das alles in einem extrem ausgeklügelten Set Design.

Wir sehen perfekt verarbeitete Lederhosen und mein persönlichen Favoriten: die College Jacke mit weissen Einsätzen. Alles Sehr anglo-amerikanisch, aber nicht langweilig. Ich spreche aus Erfahrung, dass wenn man Slimane trägt, sich einfach besser fühlt!

Es geht um ein Lebensgefühl und um das Understatement, das man repräsentiert (oder auch nicht). Man merkt meine Euphorie, die ich für Saint Laurent hege. Es ist mir jedoch nicht zu verübeln, nach diesem glanzvollem Wiedereinstieg in die Branche, erst mit der Frauenkollektion für den Spring/Summer 2013 und jetzt mit dieser wunderbaren Hommage an Pete Doherty von den Babyshambles.

Auch wenn böse Zungen sagen, dass Hedi seinen Stil nicht weiterentwickelt hat! Fuck You! Warum sollte man sich noch weiter entwickeln, wenn man schon ganz oben ist?

 

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Das Beste kommt zum Schluss: Dawid Tomaszewski Fall/Winter 2013

Schon vorab veröffentlichte Dawid Tomaszewski ein Bild welches erahnen ließ, wie die Kollektion aussehen würde, die uns erwartet. Es war das Bild von einem schwarzen, langen Kleid mit gehäkelter Front im Vogue Salon. Dawid Tomaszewski ist bekannt für seine atemberaubenden Kleider, welche auch bei Promis sehr beliebt sind. Seine nudefarbenden Tops und Hosen mit Kristrallbesatz waren nach der Show in etlichen Editorials zu sehen und machten ihn auf einen Schlag in der Modewelt bekannt.

Das Licht geht aus, sehr düstere Musik erklingt und das Licht wird auf ein Model gerichtet. Sie trägt einen Schwarzen Glanzledermantel mit breitem bronzefarbenen Gürtel und eine weiße Strumpfhose mit Lackeinsätzen. Dieser Look zieht sich durch die gesamte Kollektion. Tomaszewski verwendet ausschließlich schwarze Materialien welche nur durch bronzefarbene Details, mal als Gürtel, mal als sargförmiger Einsatz im Rückenbereich, ergänzt werden. Wir sehen bodenlange, fließende Seidenkleider mit langen Fransenketten und gerafftem Rückteil. Absoluter Hingucker sind die überlangen Handschuhe aus gestanztem Leder welche wahlweise zum knielangem, schmalen Kleid oder zur Jacke im Cape-Stil kombiniert wurden. Untragbar, aber ein Highlight ist ein Lackledermantel mit Bindegürtel zur locker geschnittenen Hose.

Die für ihn typischen Federn wurden diesmal opulent in Blütenform über der Brust drapiert und auch wenn wir uns gefragt haben, ob das Model darunter noch atmen konnte, war es doch ein imposanter Look.

Dawid Tomaszewski hat es mal wieder geschafft unseren Atem stocken zu lassen.

 

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Meister der offenen Säume: Vladimir Karaleev Fall Winter 2013

Dass die Vladimir Karaleev Show beliebt ist, zeigt sich daran, dass sie so hoffnungslos überfüllt war, dass gefühlt die Hälfte der anwesenden Gäste stehen musste. Soweit wir wissen, mussten vorab sogar Gäste ausgeladen werden, da zu viele zugesagt hatten.

Seiner Linie bleibt Karaleev auch dieses Mal treu. Fließende Schnitte, offene Säume und mehrlagige Stoffe. Die Materialien weiche Baumwolle, Seide, Chiffon zu glänzenden Lackmaterialien in verschiedenen Blautönen, Schwarz, Grau, Cremeweiß und Waldgrün. Im Hintergrund läuft Oldschool Hip Hop und die Models tragen lange, toupierte Zöpfe. It-Pieces der Show waren beispielsweise die Bomberjacke aus Lackstoff mit Angoraärmeln oder auch ein gerade geschnittenes, karamellbraunes Kleid mit hellem Chiffonunterkleid. Auch das lange, weiße Maxikleid und die verschiedenen Oversized-Mäntel mit gelayerten Stoffen waren sehenswert.

Die Hosen waren sowohl bei Männer- und Frauenmodels locker geschnitten, oft mit Bundfalte. Figurbetonte Teile sucht man bei seiner Show hingegen vergebens, findet dafür aber viele Stücke die auch Unisex getragen werden können.

 

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Eine Kollektion mit Aussicht auf Erfolg: Issever Bahri Fall/Winter 2013

Je mehr ich die Bilder noch einmal durchschaue, desto mehr verliebe ich mich mal wieder unsterblich in das Berliner Label Issever Bahri, welches gerade mal vor knapp 3 Jahren von Derya Issever und Cimen Bachri gegründet worden ist. Innovatives, konzeptionelles und experimentelles Design auf hochwertigen und langlebigen Materialien, produziert in ihren Heimatländern Türkei und Griechenland, dafür steht das Design der beiden Damen.

Die Farben der Herbst/Winterkollektion beschränken sich auf Schwarz, Weiß, Mattgold, Nude und Grau. Fast alle Models tragen weiße Rollkragenpullover, blickdichte weiße Strumpfhosen zu schwarzen Plateau-Sandalen und dazu die Haare im Sleeklook mit Seitenscheitel und Gel. Das typische Karomuster findet sich diesmal in einer gehäkelten Variante auf Hosen, Oberteilen und Maxiröcken. Eine Mischung aus Oversized-Stücken wie Mänteln und Strickpullovern bildet den Gegensatz zu langen, schmalen Silhouetten wie der Kombination aus weit geschnittener Stoffhose und überlangem Blazer mit tiefem Ausschnitt oder Maxikleid mit Lederjacke.

Eines der liebsten Details sind die leicht ausgestellten Rocksäume die beim Laufen mädchenhaft mitschwingen. Meiner Meinung nach könnte die gesamte Kollektion, die Femininität und absolute Coolness gleichermaßen vereint, durchaus auch auf einem New Yorker Laufsteg zu sehen sein.

Ich prophezeie Issever Bahri hiermit eine glorreiche Zukunft und hoffe auch weiterhin auf einen netten Geldgeber der mir die gesamte Kollektion kauft.

 

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Rena Lange Fall Winter 2013

Ausgefallenes Patchwork Design auf Kleidern, Mänteln und Hosenanzügen, dazu Colorblock-Kleider aus Leder oder Seide. Die Rena Lange Kollektion im Herbst/Winter ist Retro-Stil der 60er gehalten, kombiniert feminine Silhouetten mit boyisher Attitüde. Die grafischen Prints treffen auf Schachbrettmuster oder auch Batiklook auf einem schwingendem Chiffonkleid. Die Farben sind eine bunte Mischung aus Orange- und Lilatönen, Beige, Schwarz und Weiß. Schönes Detail sind die kleinen Schleifen am Kragen. Liebste Looks sind das lange schwarze Strickkleid mit tiefem Ausschnitt und schmaler Patchwork-Rock mit zweifarbiger Bluse und Ankle Boots.

Eines der Highlight der Show war direkt unter den Models zu finden, denn es lief Antonia Wesseloh die gefeierte Newcomerin lief mit gerade mal 16 Jahren bereits alle großen Shows von Louis Vuitton bis Chanel und war das Gesicht der Herbst/Winter Kampagne 2011/2012 von Prada.

 

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