Schon einmal gesehen? Jean Paul Gaultier Pre-Fall 2013

Der Tag beginnt bei mir immer gleich. Das Suchen nach Inhalten für den Blog ist meist das Langwierigste und Aufwendigste, wenn man mich fragt. Das Problem ist nicht die Auswahl, sondern eher etwas zu finden, was auch den Leser interessieren könnte. Quasi das, was man selbst gern lesen würde, wenn man auf einen Blog geht. So sind es natürlich zum Beispiel extrem viele Pre-Fall Kollektionen, die man durchstöbern muss, bevor man die Richtige findet, bei der es sich lohnt, einen Artikel zu verfassen. Nicht, weil sie eine der wenigen vorzeigbaren Kollektionen ist, sondern eher, weil sie etwas Außergewöhnliches hat, beziehungsweise ein gute Diskussionsgrundlage bildet.

Jean Paul Gaultier (JPG) ist schon immer berüchtigt dafür, zu übertreiben und der Mode einen ganz besonderen Hauch zu geben. In dieser Pre-Fall Kollektion 2013 hat er alte Evergreens noch einmal aufleben lassen und überzeugt mit Dekonstruktionen und Asymmetrie. Grund für diese Generalüberholung ist die kommende Ausstellung des Designers im Brooklyn Museum im Oktober, sowie die erneuerte Zusammenarbeit mit Gibo Spa.

Halbe Lederwesten und Hosenanzüge gesellen sich zu Kleidern und Cardigans. Auch Nadelstreifen sind bei JPG wieder im Herbst 2013 zu sichten, genauso wie sein Müllsack-Kleid aus dem Jahre 1980, welches statt aus Polyester nun aus feinem Leder produziert worden ist. Auch Leder spielt bei ihm eine große Rolle, nicht nur als Handschuhe oder als Lederjacke in der Farbe Cognac, sondern auch als Corsage über Kleider oder einer Bundfaltenhose.

Eine doch sehr eigenwillige Kollektion, die eigentlich Applaus verdient. Jedoch erinnert mich die Kollektion beim anschauen immer wieder an Maison Martin Margiela x H&M und hat für mich daher immer den “Hab’-ich-schon-einmal-gesehen”-Charakter. Auch in der Kollaboration des Modehauses mit dem Designerlabel ging es um das Aufleben vergangener Kollektionen, Asymmetrie und Dekonstruktionen.

Mein Favorit der Kollektion ist übrigens der Look mit dem Rollkragen-Kleid mit aufgesetztem Faltenrock der nicht ganz schließt, cognac-farbenen Handschuhen und einer Ledertasche.

 

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Cowboy und Indianer – Givenchy Pre-Fall 2013

Es fühlt sich an als ob die Pre-Fall Kollektionen gar nicht mehr aufhören wollen. Ist dies geschehen, sind wir schon wieder bei den Fall/Winter Kollektionen und es bleibt keine Zeit einmal Luft zu schnappen. Die Modehäuser stehen nie still und es gibt immer Kollektion für jeden Anlass ob nun Ressort, Haute Couture, Ready to Wear oder Pre-Fall. Ganz vorn mit dabei ist das Label Givenchy. Leider wurde vor kurzem bekannt, dass die Haute Couture Linie der Marke dieses Jahr aussetzen wird. Wann sie wieder kommt wurde noch noch nicht bekanntgegeben.

Nun ja, wir sind nicht traurig darüber, denn Givenchy unter der Hand von Riccardo Tisci überzeugt immer wieder mit Kollektionen, die die Branche beeindrucken. Zwar war die Pre-Fall Kollektion für den Mann nicht sehr ausgereift und neu, ist jedoch die Frauenkollektion für den “Vor-Herbst” sehr gut umgesetzt und lässt uns die Herrenkollektion schnell vergessen.

Patch-Work aus verschiedenen Stoffen in den Farben Braun, Schwarz und Weiß auf Kleidern, Pullovern und Hosen ließen mich als erstes an typische Indianer Muster denken. Auch die Prints sind so gewählt, dass sie wie ein Puzzle, zusammengesetzt aus einzelnen Teilen, wirken. Kuhprint auf Röcken, Pullis und Oxfords lassen die Kollektion Tiscis sehr an Cowboys und die damalige Zeit denken. Auch die Farbzusammensetzung von Braun, Weiß und Schwarz im Patchwork-Stil gibt den Kleidungsstücken einen typischen Used-Look. Liest man bei der Kollektion auch zwischen den Zeilen, erkennt man Ledercapes und Röcke in der Farbe Oxblood, ein typisches Jagdtier der damaligen Zeit.
Welcome To The Country Side.

Besonders angetan haben es uns die Boots, die am Hacken ein andersfarbiges Leder aufweisen und dieses mit Metall umzogen ist. Auch der Absatz besteht aus Metall und gibt dem Schuh “Sporen-Charakter”, welches auch wieder das Thema untermalt.

Die ganze Kollektion gibt es hier.

 

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Perfektion bis in die kleinste Naht: Narciso Rodriguez Pre-Fall 2013

Ich bin ein riesen Fan von simplen Kleidungsstücke, die erst auf dem 2. Blick ihren Detailreichtum zur Schau stellen. Schwarz und Weiß, Blau- und Erdtöne dominieren meinen Kleiderschrank und sind meiner Meinung nach immer die beste Wahl um schnell ein gutes Outfit zusammenzustellen.

Mit einer Kollektion für jeden Anlass gewappnet sein? Mit der Pre-Fall 2013 Kollektion von Narciso Rodriguez kein Problem!

Gefärbtes Leder, viel Schwarz, Weiß und Grau, sowie klare Linien durchziehen die Kollektion, welche erst auf den 2. Blick ihren vollen Detailreichtum zeigt. Durch Ziernähte verwandelt Narciso Rodriguez die klassischen Schnitte der Kollektionsteile zu hochwertigen Designerstücken. Besonders gut lässt sich dies an dem weißen Kleid in A-Linie sehen, welches erst durch die schwarzen Nähte zu etwas Besonderem wird. Andersfarbige Einsätze, die teilweise auch Aufdrucke besitzen, geben Tops und Kleidern einen Kontrast und formen außerdem die Figur der Trägerin.

 

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Balenciaga 2.0? Alexander Wang Pre-Fall 2013

Nachdem vor ein paar Wochen bekannt worden ist, dass Alexander Wang der neue Creative Director nach Nicolas Ghesquière bei Balenciaga sein wird, war die Nachberichterstattung in allen Fashion-Online-Magazinen und Blogs enorm. Angefangen damit,  warum sie Alexander Wang als richtig empfinden, bis hin zu der Meinung von Karl Lagerfeld, wieso Alexander Wang die beste Entscheidung für Balenciaga ist. Man sieht, der Herr hat alle Augen auf sich und somit einen enormen Druck, die Anforderungen und Erwartungen, welche sich ihm durch seinen neuen Job stellen zu erfüllen.

Auch Wang hat mit seiner eigenen Marke nun die Pre-Fall Kollektion 2013 veröffentlicht. Ob es nun auch schon eine Pre-Balenciaga Kollektion ist? Wir wissen es nicht, denken aber eher, dass er für Balenciaga weniger seine typischen Designs mit in die Kollektion bringt, zumindest nicht hauptsächlich.

Die Alexander Wang Pre-Fall Kollektion 2013 kommt sehr tragbar daher. Pullover, T-Shirts und Cardigans aus Jersey, Seide und Wolle mit asymmetrischen Drapierungen gesellen sich zu Haremshosen in 3/4 Länge. Die Kollektion ist sehr Farblos in Weiß, Grau und Schwarz und weniger Figurbetont. Besonders gut gefällt uns die Weste mit diagonalem Reisverschluss und dem geschlossenem Stehkragen. Nicht nur auf die Kleidung, die natürlich auch Lederverzierungen wie einen Lederkragen oder Lederbund enthält sei Augenmerk gelegt, sondern auch auf die Rucksäcke, die zum Schließen einen sehr langen Verschluss in Form eines gebogenen Metall-Stabs besitzen

Wenn man die Kollektion im Ganzen betrachtet könnte man meinen, dass wenn man die ganze Kollektion besitzt man für  jeden Anlass im Herbst 2013 das perfekte Outfit hätte. Bravo Alexander Wang, uns gefällt’s

Ganze Kollektion anschauen

 

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Vorfreude auf den Herbst: Burberry Prorsum Pre-Fall 2013

Wenn es um neue Kollektionen geht, kann man einfach nicht wegschauen wenn man den Namen Burberry Prorsum hört. Das Designerhaus schafft es mit jeder Kollektion, die ganze Modebranche zu verzücken und neue Maßstäbe zu setzen. Nach so einem Höhenflug ist es jedoch nur all zu natürlich, dass eine Kollektion mal nicht so atemberaubend ist, wie die davor. Dieses mal muss dieser Gedanke aber wieder aussetzen, denn die Kollektion überzeugt,

Auch die Pre-Fall 2013 überzeugt uns mit dem typischen Burberry-Braun, Burgund, außerdem mit typischen Farben wie Schwarz, Dunkelblau und Lila, sowie mit verschiedenen Erdtöne. Als Farbaccent wurde ein sattes Rot eingesetzt, welches nicht neu für diese Jahreszeit ist.

Im Pre-Fall 2013 setzt Burberry nicht auf Schößchen, wie in FW 2012, sondern eher auf eingestanzte Metall-Ringe in Taschen und High-Waist Röcken. Die Metallverzierungen finden wir außerdem in übergroßer Form als Knöpfe an Mänteln und Jacken wieder.

Ein ganz großes Thema in der Kollektion ist auch Animal-Print. Fernab von Leopardenmuster, setzt Burberry im Herbst 2013 auf Dalmatiner- und Giraffenprint. Für die Männer geht es weniger tierisch zu. Eingesetzt wurde hier das Material Lack in Jacken und Trenchcoats. Besonders angetan hat uns das Hemd mit dem Herz-Aufdruck, welcher anscheinend Trend in der Modebranche ist. Zuletzt gesehen haben wir diesen Print in der Acne Kollektion Herbst/Winter 2012. Auch andere grafische Formen wie V- und Längsstreifen in T-Shirts und Pullover, Jacken und Kleidern wird man nach Christopher Baily nächstes Jahr tragen.

Hier klicken um alle Looks anzuschauen

 

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Dobermänner, Sterne und Tartan: Givenchy Pre-Fall 2013

Wenn es ein Modehaus geschafft hat in kurzer Zeit sich zu einer der erfolgreichsten Marken zu mausern, dann ist es Givenchy unter der Hand von Riccardo Tisci. Angefangen mit Rottweiler Prints, über Pflanzen-Spiegelungen bis hin zu Sternen – Tisci hat es geschafft die Marke in den letzten Saisons zu einer der populärsten werden zu lassen. Die Pullover mit den bekannten Aufdrucken, sowie auch die T-Shirts sind binnen Sekunden ausverkauft. Sie gelten fast schon als Liebhaber-Sammler-Stück und wer einen besitzt, ist in der Modebranche hoch angesehen. Nun, nach mehreren Saisons Erfolg und Lobpreisungen bei den Kritikern, kommt die Givenchy Pre-Fall 2013 Kollektion daher, die uns nicht so sehr überzeugt.

Auch nächstes Jahr komme nun schon wieder die fast typischen Hundemotive in Form von Dobermännern. Auch Sterne am Kragen sind wieder mit von der Partie, sowie viel Leder, die Töne Rot, Schwarz und Weiß und die Farbe Oxblood. Auch viel Tartan in Form von Hemden sind der Kollektion enthalten. Die Einfältigkeit des typischen Tartan-Hemdes wird jedoch mit einem Kragen oder Krawatte in einem anderem Tartan-Ton, in einer anderen Farbe oder mit waagerechten Streifen gebrochen.

Wir hoffen es ist nur die Pre-Fall 2013 Kollektion, die uns nicht so überzeugt und sind gespannt auf die Autumn/Winter Kollektion von Givenchy.

 

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Königlich schön! Chanel Pre-Fall 2013

Schon wieder hat es Karl Lagerfeld geschafft, Chanel mit der Pre-Fall 2013 Kollektion im Licht eines anderen Landes erstrahlen zu lassen.

War es letzte Saison noch die Stadt Bombay, bei dem die Models unter anderem Dreadlocks und Piercings trugen, ist dieses Jahr Schotland die Inspirationsquelle Karl Lagerfelds.

Im Linlithgow Palace war es gestern dann so weit und die Pre-Fall 2013 Metiers d’Arts Kollektion Paris-Edimbourg Kollektion hatte ihren Auftritt auf dem Laufsteg. Der Ort der Fashion Show war nicht nur äußerlich passend, sondern hatte auch etwas historisches an sich: Maria Stuart, Königin von Schottland, wurde vor 700 Jahren an diesem Ort geboren. Auch Coco Chanel hat einige Zeit in in Schottland gewohnt, als sie mit dem Duke of Westminster anbandelte. Zu dieser Zeit soll sich das kalte Wetter und die traditionelle Fertigungsweise in ihren Kollektionen wiedergespiegelt haben.

“It’s the idea of Scotland, the mix of Coco Chanel and Mary Stuart – two queens of fashion”,

so Karl Lagerfeld zum WWD.

Auch ohne diese Worte ist dies offensichtlich: die typischen Tweed-Jacken von Chanel treffen auf Tartan und große Broschen. Ballon-Ärmel gesellen sich zu Röcke, die unserer Meinung nach sehr an Kilts erinnern. Kaschmir und andere Wollstoffe lassen die Kollektion nicht nur warm, sondern auch sehr luxuriös wirken. Der typische Stuart-Kragen durfte in dieser Kollektion auch nicht fehlen und glänzte unter knöchellangen Kutten in der Farbe Off-White.

 

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