Haute Couture Saturday: Spring 2013

Was gibt es schöneres an einem Samstag als noch einmal die Haute-Couture-Modeschauen der vergangenen Tage in Paris Revue passieren zu lassen?

Seit Montag konnten wir die Schauen von Chanel, Christian Dior und Valentino vor dem Computer mitverfolgen und müssen sagen, manche der Designer haben sich einmal wieder selbst übertroffen. Über Chanel und Elie Saab, zwei meiner Favoriten, hatte ich euch diese Woche schon berichtet. Heute, an einem lazy Saturday, möchte ich euch den Rest der Kollektionen und die Keypieces der Designer (mein persönlicher Eindruck) aufzeigen, die mir am meisten aufgefallen sind.

Maison Martin Margiela kommt wie gewohnt sehr anonym, mit einem verdecktem Gesicht daher. Dieses Mal benutze man aber nicht eine Maske, besetzt mit gefühlten 1 Million Edelsteinen, sondern Tücher und Hüte. Sonst ein großer Fan von Margiela, haut mich die Haut Couture Sping 2013 Kollektion nicht wirklich um. Auch frage ich mich, was daran hohe Schneiderkunst sein soll. Wir sehen viel bedruckte Seide mit Prints, einen Muster-Mix aus Blumen und grafischen Mustern, sowie die typischen angestrichenen Heels, die wir schon als Chelsea Boot in der H&M x Maison Martin Margiela Kollaboration bewundern durften.

Schauen wir uns Valentino Couture an, sehen wir einen Mix aus Barock-Elementen wie Brokat, sowie sehr moderne, klare Linien. Sehr viel Seide in ausgewaschenen Farben, aber auch leuchtenden Tönen wie ein sattes Rot (typisch für Valentino) oder ein sehr reines Weiß wurden verwendet. Auch hier zu erkennen sind Blumen-Muster, verarbeitet als Stickerei oder als Spitzeneinschübe. Besonders gut gefällt mir das rote Cape-Kleid und das durchsichtige Cape mit schwarzen, geschwungenen Linien.

Speaking of Blumen und Edelsteinen – nicht zu vergessen ist die Christian Dior Haute Couture Show, unter der Hand von Raf Simons, der vor der Rückkehr von Jil Sander bei ihrem gleichnamigen Label die Rolle des Creative Directors übernahm. Nun verzaubert er uns bei Christian Dior in einem Zaubergarten und zeigt seine Kreationen für den Frühling. Auch hier ist das Thema Blumen.

Wir erkennen einfache, aber raffinierte Schnitte, aufgestickte Edelsteine auf Kleider, Hosenanzüge und Corsagen in gedeckten Farben wie zum Beispiel Creme und Flieder. Auch ein leuchtendes Rot oder ein Senfgelb blickt uns vom Laufsteg an. Geradlinige Westen treffen auf blumenbestickte Corsagen und Bundfaltenhosen. Schulterfreie Kleider sind im Frühling laut Simons halb transparent und ebenso mit Blumen bestickt.

So ganz bekommt Raf Simons den Jil-Sander-Touch nicht heraus. Das rote Kleid, sowie auch der Schnitt der Westen und die farblich abgesetzten Kleider, erinnern mich sehr an das Label, bei dem er zuvor gearbeitet hatte. Highlight waren die mit Edelsteinen besetzten Lippen der Models.

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